Standards bei der Rehkitzrettung: Gastbeitrag von Univ.Doz.Dr. Armin Deutz

Der Einsatz von Coptern mit Wärmebildkamera stellt technisch gesehen eine sichere Methode zur Ortung von Rehkitzen dar.

Wichtig daher, die solchermaßen gefundenen Rehkitze wildtiergerecht zu behandeln.



Wichtig sind im Besonderen:


* eine gute zeitliche Abstimmung zwischen Ortung/Festsetzen der Kitze und den

Mäharbeiten.


* möglichst kurze Verweildauer in den Behältnissen. Sonst besteht die Gefahr des

Austrocknen der Kitze bzw. Milchstau/Gesäugeentzündung bei der Geiß


* wenn Kitze im Korb/Behältnis ausgetragen werden - Abstellen des Behältnisses

im Schatten und einem ruhigen Bereich


* geruchsneutrale, luftdurchlässige Behältnisse. Ideal sind große Weidenkörbe


* Kitze nur dann gemeinsam in ein Behältnis, wenn sie Zwillinge und sehr jung

sind.


* Kitze sind hochsensible Wildtiere.Das Festsetzen bedeutet ohnehin Stress.

Betriebsamkeit (Menschen rund um´s Kitz, Fotoshootings etc.) sind tunlichst zu

vermeiden.


* Die besten Rehkitze sind die, die nicht im Feld sind. Die klassischen Methoden

wie Verstänkern, Verblenden, Durchgehen mit dem Hund am Vorabend der Mahd

sind nach wie vor extrem wertvoll!


Werden diese Punkte berücksichtigt, stellt die Rehkitzrettung mittels Copter einen sehr wertvollen Beitrag für Wildtier- und Landwirtschaft dar.



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